Bücher

Kurt Bangert
Und sie dreht sich doch!

50 Antworten auf die Frage, wie alles begann

Theiss (Wiss. Buchgesellsch.) 2015, 363 Seiten
Euro 29,95 (Euro 24,95 für Mitglieder der WBG)
67 s/w-Bilder



Seit über 2000 Jahren sind die Menschen auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Woher kommt das alles? Immer wieder gelangen wir zu der schmerzhaften Erkenntnis, dass die Wahrheit über das, was "die Welt im Innersten zusammenhält", trotz jahrzehntelangen Studierens weitgehend im Verborgenen bleibt. Zahlreiche Schöpfungsmythen dienten den Menschen in Ur- und Vorzeit als Erklärung unserer Welt. In der Zwischenzeit ist viel passiert, die Wissenschaften entwickeln sich rasant, unser Wissen über die Welt ist beeindruckend.

Dieses Buch sucht die Entwicklung unserer Weltbilder nachzuzeichnen, wobei zwei große Bögen geschlagen werden: ein vorgeschichtlicher Bogen, der die mythischen Anfänge der Welt umspannt, und ein neuzeitlicher Bogen, der die kontinuierliche Ausweitung unseres physikalischen Universums beschreibt. Dazu gehören auch Fragen nach der Entstehung des Lebens, unseres Bewusstseins und warum es überhaut etwas gibt und nicht vielmehr nichts.

Kurt Bangert gibt allgemeinverständlich und umfassend Einblick in unsere zahlreichen Erklärungsversuche der Welt: von vorwissenschaftlichen Schöpfungsmythen der Vorzeit über den Big Bang bis zu den Versuchen der Wissenschaften, eine "Theorie von allem" zu entwickeln.

Einige der Fragenkomplexe, die in diesem Buch beantwortet werden:

- Was Mythen sind und wie sie entstehen
- Der Ursprung der Schöpfungsmythen
- Der Ursprung der Paradiesgeschichte
- Der Ursprung der weltweiten Flutmythen
- Der Ursprung der babylonischen Sprachenverwirrung
- Der Mythos vom Berg Gottes
- Jerusalem als „Mitte der Welt“
- Die älteste Abbildung des Himmels
- Die Herkunft des Menschen nach der modernen Humangenetik
- Vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild
- Vom mechanistischen zum relativistischen Weltbild
- Von der klassischen Physik zur Quantenphysik
- Das Alter der Erde und die Erdzeitalter
- Die Entstehung der Sonne und der Planeten
- Rote Riesen, weiße Zwerge und Neutronensterne
- Schwarze Löcher und der ultimative Kollaps
- Die Milchstraße und ihr zentrales Höllenfeuer
- Die Entdeckung des expandierenden Universums
- Die kosmische Hintergrundstrahlung und ihre Bedeutung
- Der Urknall und seine Entstehung
- Extradimensionen und Stringtheorien
- Die Hypothese eines Multiversums
- Auf dem Weg zur „Theorie von Allem“
- Der Ursprung von Leben und Bewusstsein
- Warum es überhaupt etwas gibt und nicht vielmehr nichts
- Wechselwirkung zwischen Materie und Bewusstsein
- Der Lebenskreislauf
- Was die Welt im Innersten zusammenhält


Reaktionen

„Man muss dem Publizisten Kurt Bangert schon allein für seinen Mut gratulieren, sich an ein Buch zu wagen, das nicht weniger als die zentrale Frage unseres Daseins behandelt: „Wie alles begann“. … Bangert widmet sich den berühmten Grundfragen der Menschheit (Woher? Warum? Seit wann?) in zwei Teilen … Ein unbedingt lesenswertes Buch, das Kompliziertes verständlich erklärt, sich nicht im Dickicht der Details verheddert und ganz zum Schluss sogar die Frage beantwortet, was die Welt im Innersten zusammenhält.“
Sonntagsblatt

„Der Autor dieses Buches ist zwar Theologe, doch hat er sich intensiv und vorurteilslos mit der Entwicklung des menschlichen Weltbilds beschäftigt … So zeichnet sich dieses Werk durch einen vorsichtigen theologischen, dafür erkenntnisreichen naturwissenschaftlichen Ansatz aus. Breit einsetzbar.“
ekz-Bibliotheksservice

„Das Buch gibt allgemeinverständlich und umfassend Einblick in unsere zahlreichen Erklärungsversuche der Welt: von vorwissenschaftlichen Schöpfungsmythen der Vorzeit über Big Bang zur „Theorie von allem“. Es beginnt mit dem Ursprung der Weltentstehungsmythen und Ursprung der weltweiten Flutmythen, um zu den Entstehungen der Roten Riesen, Weißen Zwerge und Schwarzen Löchern in die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse einzutauchen. Im Zuge der Beschreibung von antiken und modernen Weltbildern stellt der Autor immer wieder neu die Frage nach der „Mitte der Welt“ und hat manchmal sehr überraschende Antworten. Ein interessantes und tiefschürfendes Buch, das an vielen Stellen nachdenklich macht und auch so manchen Mythos aus der frühen Weltgeschichte wissenschaftlich erklären kann.“
VDV-Magazin

„Wie stellen wir uns die Welt vor? Der Theologe Bangert zeigt, dass sich das menschliche Weltbild permanent verändert, und stellt diese Entwicklungen dar – von der Erde als flache Scheibe bis hin zu modernen Theorien über den Urknall. Dabei verbindet er religiöse und naturwissenschaftliche Ansätze. Ein gewaltiges Unterfangen!“
Bild und Funk (auch: HörZu u. Gong)

„Woher kommt die Welt? Seit mehr als 2000 Jahren sind die Menschen auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage. Immer wieder gelangen wir zu der schmerzhaften Erkenntnis, dass die Wahrheit über das, was ‚die Welt im Innersten zusammenhält‘, trotz jahrzehntelangen Studierens im Verborgenen bleibt. Zahlreiche Schöpfungsmythen dienten den Menschen in Ur- und Vorzeit als Erklärung unserer Welt. In der Zwischenzeit ist viel passiert, die Wissenschaften entwickeln sich rasant, unser Wissen über die Welt ist beeindruckend. Nähern wir uns dem Ziel? Der evangelische Theologe Kurt Bangert gibt allgemeinverständlich und umfassend Einblick in die Erklärungsversuche der Welt.“
Rubertusblatt

„Von Kurt Bangert wurde ein großartiges Buch geschrieben und veröffentlicht. Es ist flüssig geschrieben und sehr gut verständlich, bei allem Anspruch. Dieses Werk sollte man im Bücherschrank haben und unbedingt lesen!“
Dr. Hermann Winter (Chemiker)

„Ich habe das Buch mit großem Interesse durchgearbeitet … ein bestens geglücktes Werk. Der Bogen, der von der Mythologie über Anthropologie bis hin zur Naturwissenschaft der Neuzeit und dann zur Kosmologie geschlagen wird, hat mich aufrichtig fasziniert. Neu und durchaus überzeugend war für mich die Sintflut-Geschichte (Schwarzmeerflut) und ihre Bedeutung für die Menschheitsgeschichte. Wenig hatte ich mich bisher mit Kosmologie beschäftigt … Die gut strukturierten Erläuterungen haben nun auch auf diesem Feld viel mehr Klarheit gebracht.“
Prof. Dr. Paul L. (Biologe)

„Das Buch mit seinen nahezu gleich langen Teilen liest sich fast wie ein Dokumentarroman: flüssig, spannend und exzellent geschrieben, gründlich recherchiert und daher aktuell-informativ, für den geistes- und naturwissenschaftlichen Laien relativ leicht verständlich, immer wieder anregend, manchmal aufregend, unpathetisch-nüchtern und doch zum Teil einfühlend-mitreißend. Man bekommt beim Lesen zunehmend Appetit auf mehr … Bangert wartet immer wieder mit einer Reihe von überraschungen, sogar mit einigen Zumutungen auf … Kurt Bangert entblättert so einige alte Mythen ihrer äußeren Hüllen und damit zwangsläufig ihrer mit diesen eng verbundenen Glaubensinhalte ... Angesichts der Spannung zwischen Glaubenskonstrukten und mehr oder weniger gesichertem Wissen der heutigen Naturwissenschaften lässt Bangert immer wieder das Fragen nach dem Urgrund alles Seins durchscheinen, das Fragen nach einem, der das alles geschaffen haben könnte … Der Wert des Buches besteht für mich u.a. darin, heutige naturwissenschaftliche Erkenntnisse von der Welt – seien es Fakten, Theorien oder Hypothesen – laiengerecht verdaulich aufzubereiten und dem Staunen über die Wunder des Kosmos und des Lebens Raum und Stimme zu verleihen … Diesem spannenden, anregenden und lesenswerten Buch wünsche ich eine weite Verbreitung.“
Dr. Bernd R. (Mediziner u. Theologe) in: Freies Christentum

„Ich habe die 363 Seiten in einem Ruck gelesen; nein, verschlungen. In nur wenigen Tagen habe ich die Geschichte der Welt vom Urknall bis zum Menschen, also 14 Milliarden Jahre an mir vorbei ziehen lassen. Der erste große Vorzug von Bangerts Buch ist, dass es sich spannend liest wie eine detektivische Recherche; man liest sich in ihr fest. … Ich habe mich als des Autors Reisegefährte empfunden. Der Band ist so etwas wie eine zeitgemäße „Schöpfungs“-Erzählung. …
Der studierte Theologe und Publizist schreibt in einem gut verständlichen Deutsch und zugleich kritisch reflektierend über zuweilen komplizierte Zusammenhänge. Seiner erzählerischen Kraft und den Deutungen kommen seine Jahre als Wissenschaftsredakteur zugute. Der Autor ist ein begnadeter Regisseur des wahrlich umfangreichen Stoffes. Das Buch lebt von der Fülle und Breite seines Wissens – ein Kenntnisreichtum, der nur bei wenigen anderen vorhanden sein dürfte. Der zweite große Vorzug des Buches ist, dass fast jedes der 26 Themenfelder auch unabhängig von den anderen studiert werden kann. Im Grunde hat man also eine solide kleine Enzyklopädie vor sich – für Menschen, die naturwissenschaftlich, geschichtlich und religiös interessiert sind und ihren christlichen Glauben nicht am Garderobenständer der Naturwissenschaften abgeben wollen. Der dritte Vorzug: Der Verfasser spricht nie von oben herab. Er ist kein Alleswisser, sondern lediglich ein hellwacher Zeitgenosse, der den Leser an seinen eigenen Fragen teilhaben lässt.
Teil l des Buches schildert die MYTHISCHEN ANFÄNGE DER MENSCHHEIT IN VORZEIT UND ANTIKE, gegliedert in die 12 Themenkreise. Die Anfänge der Menschheit werden so referiert, dass man die Erzähler von damals auf der Höhe ihrer Zeit agieren sieht und zugleich mitbekommt, dass ihre Mythen wortwörtlich verstanden gerade nicht mehr verstanden sind. Fundamentalisten und Biblizisten sollten nach der Lektüre von Teil I zumindest nachdenklich geworden, vielleicht sogar von ihrem Irrtum überzeugt worden sein.
Teil II des Buches ist überschrieben: DER WEG DER WISSENSCHAFT: NEUZEIT UND MODERNE. Dieser Teil gliedert sich in 14 Themen. Hier muss der Theologe einen verschlungenen Weg in die Labore diverser Naturwissenschaften, primär der Physik, mitgehen. Dabei lasse ich mich vom Autor an die Hand nehmen und kann auf diese Weise zumindest die Grundlinie seines Denkens erkennen. Sein Denkweg endet weder beim Gottesbeweis mit Hilfe der Quantenmechanik noch bei einer platten Gottesleugnung à la R. Dawkins. Vielmehr behandelt er auf den letzten 25 Seiten, die mich besonders fasziniert haben, die uralten Fragen: Woher kommt das Bewusstsein? Woher kommt das Leben? Woher kommt die Materie? Oder mit Leibniz gefragt: Warum existiert die Welt? Und nicht vielmehr nichts? Aus der Rückführung der Materie auf Quanteninformationen leitet der Verfasser spannende – aber bewusst spekulativ genannte – Erkenntnisse ab. U. a. verrät er uns, was für ihn persönlich die Welt im Innersten zusammenhält: Resonanz.“
Heinrich C., Pfarrer